Erstes Wochenende

Am Freitagmittag gingen wir in ein Café, wo an den Wänden überall Post It's mit kleinen Botschaften hingen. Auf Chinesisch verständigten wir, Leonard und ich, uns darauf, dass wir eine Art Kontaktanzeige mit Philipps Handynummer aufgeben. Gedacht, getan. Bin schon jetzt gespannt ob und wie viele Chinesinnen sich bei ihm melden werden das Jahr über. Er selbst bekam das ganze erst im nachhinein mit. Abends ging es ins KTV. Zur Erklärung: Ist eigentlich eine ganz normale Karaokebar. Es ist sehr beliebt als Abendunterhaltung, vermutlich liegt es aber auch daran, dass es nichts anderes hier gibt. Dort verbrachten wir einige Stunden. Dabei fällt auf, dass Chinesen deutlich besser singen als Deutsche, zumindest war das in unserem Fall jetzt so. Samstag morgen, nach dem Leon, unser Gruppenleiter, ein Machtwort sprach, was besagte, dass wir uns alle treffen, um die Kleidung aus dem Kleidercontainer für die zukünftigen Kleiderverteilungen zu sortieren, machten wir uns auf den Weg zur Minzu Zhongxue. Da dies nur kurzfristig angesagt wurde und Philipp und ich nichts mehr frühstücken konnten, verbrachten wir das Sortieren hungrig bis wir abends um 19:00Uhr endlich im Restaurant angekommen waren. Was ich auf jeden Fall jedem weiterempfehlen kann ist Darm und Magen zu essen, was deutlich besser schmeckt als es sich anhören mag! Abends durften wir dann noch unsere Wäsche per Hand waschen. Was ein Spaß, nicht. Am Sonntag wurden wir von Mike, einem befreundeten Chinesen, geweckt, der uns zu einer Feier eingeladen hat, wo es was zu Essen und zu Trinken gab und Majiang gespielt wurde. Abends gegen 19:00 trafen wir uns dann mit Mister Li, der uns unseren Stundenplan für die kommenden zwei Wochen gegeben hatte. Was ein Glück, zumindest die erste Woche beginnt der Unterricht für uns meist erst gegen 11:00Uhr. Während die Lehrer dann noch eine Versammlung hatten, gingen wir durch die Schule, an den Klassenräumen vorbei. Die Schüler hatten eigentlich Unterricht, Lehrer waren aber nicht da, dennoch war es nicht laut. In Deutschland wäre nach meinen Erfahrungen das blanke Chaos entstanden. Hier jedoch saßen die meisten an ihren Plätzen und lernten oder waren wenigstens leise. Zumindest solange bis wir vorbeigingen, wo wir stets lautstark mit 'Hello' gegrüßt wurden und wir dies natürlich erwiderten. Anschließend bereiteten wir jetzt noch den Unterricht vor, da Philipp und ich auch gemeinsam unterrichten werden. Problem ist hierbei, dass wir jede Klasse nur einmal in sechs Wochen haben und so praktisch immer von vorne anfangen können. Vielleicht können wir in einigen Wochen nachfragen, ob wir wenigstens eine Klasse dauerhaft unterrichten können. Das wird morgen auf jeden Fall ein großer Spaß! 

 

Die ersten Bilder sind nun ebenfalls online! Dabei möchte ich mich herzlich bei Philipp Salvador Fernandez Montenegro von Schack für die tollen Bilder bedanken! 

 

Pascal



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